Einblick im Raumklima Ihres Gebäudes

Erhöhung in Bezug auf die Produktivität

Einsparung Kosteneinsparungen durch geringere Fehlzeiten

Verweist auf Der Weg zu einem gesünderen und komfortableren Gebäude

17. Juni 2022 4 Min.

Das Büro als Geschäftsmodell

Freitag, 17. Juni 2022 – Das Thema Gesundheit rückt im Büro in den Vordergrund. Die Plattform Raumklimatechnik hat daher das „Innenklima-Label“ entwickelt. Ruud Hennep von BGW Advies erläutert dies näher.

Im Laufe der Jahre hat sich für Bürobenutzer die Rolle des Bürogebäudes innerhalb der Arbeitserfahrung gewandelt. Aufgrund verschiedener Faktoren hat sich das Büro von einem Ort, an dem administrative Tätigkeiten erledigt wurden, zu einem Ort gewandelt, an dem man sich wohl und sicher fühlt und Inspiration finden kann. So bieten beispielsweise die Büros vieler Tech-Unternehmen heutzutage Entspannungsräume und die Möglichkeit, die Arbeit auf verschiedene Arten zu erledigen (Großraumbüro oder Konzentrationsraum).

Damit ist die Rolle des Büros zu einem Faktor geworden, mit dem man qualifizierte Mitarbeiter gewinnen kann. Neben dem Gehalt und den Aufstiegsmöglichkeiten ist der Arbeitsplatz zu einem entscheidenden Faktor geworden.

Corona-Pandemie

Durch die Corona-Pandemie verändert sich die Rolle des Büros in vielerlei Hinsicht. Das Immobilienunternehmen CBRE stellt fest: “Büros werden dauerhaft anders gestaltet und genutzt werden. Auch wenn das Virus nicht mehr grassiert. Unter anderem wird flexibles Arbeiten immer normaler, Gebäude werden intelligenter gestaltet, es wird viel mehr Wert auf Gesundheit und Hygiene gelegt, und wir müssen neu definieren, was maximale Auslastung bedeutet.”

Wie auch immer die Gestaltung des Büros letztendlich aussehen wird – das Thema Gesundheit wird darin eine wichtige Rolle spielen. Ein Büro sollte ein Ort sein, an dem man sicher arbeiten kann, mit anderen Worten: Es sollte ein Raumklima herrschen, das keine Beschwerden hervorruft und nicht krankheitsfördernd ist.

Raumklima-Label

Um nachzuweisen, dass ein Bürogebäude als gesund eingestuft werden kann, hat die Plattform Raumklimatechnik, eine Initiative von TVVL und Raumklima in den Niederlanden, das „Binnenklimaat-Label“ entwickelt. Als Grundlage für das Label dienen die Richtlinien aus dem Anforderungskatalog (PvE) „Gesunde Büros“. Das PvE „Gesunde Büros“ ist ein Leitfaden für die (Neu-)Gestaltung von Büros, die nicht nur energieeffizient, sondern auch gesund und komfortabel sein sollen.

Ein Büro erfüllt die Standards des ‘Binnenklima-Labels’, nachdem es anhand von vier Komponenten aus dem Leistungsbeschreibungsdokument ‘Gesunde Büros’ geprüft wurde: Luft, Licht, Klima und Lärm. Für die vier Komponenten wurden drei Anforderungsstufen festgelegt. Klasse C steht für ‘ausreichend’, Klasse B bedeutet „gut“ und die beste Bewertung ist Klasse A mit „sehr gut“. Mithilfe des Labels lässt sich der aktuelle Zustand des Büros ermitteln und es können die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen werden.

Erhalt des „Binnenklimaat“-Labels

Die Vergabe des Gütesiegels umfasst zwei Schritte:

  1. Nutzerzufriedenheit
  2. Kontinuierliche Überwachung

Um die Ergebnisse der Nutzerzufriedenheit jedoch angemessen auszuwerten, wird die Verwendung eines geeigneten Beschwerdemanagementsystems dringend empfohlen.

Was bringt ein gesundes Gebäude?

Wie bereits erwähnt, hat die Corona-Pandemie gezeigt, wie anfällig das Raumklima ist. Es gibt jedoch noch weitere Gründe, für ein gutes Raumklima zu sorgen. Zwei äußerst wichtige Faktoren dabei sind die Steigerung der Produktivität und die Senkung der krankheitsbedingten Fehlzeiten.

Steigerung der Produktivität

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein gutes Raumklima zu einer Produktivitätssteigerung von 10 bis 15% führt. Dies kann schnell zu einer erheblichen Steigerung der Ergebnisse führen, wie das Rechenbeispiel zeigt.

Rechenbeispiel: Produktivität eines Mitarbeiters

  • Ein Mitarbeiter arbeitet 40 Stunden pro Woche.
  • Das sind pro Jahr: 52 Wochen × 5 Tage × 8 Stunden. 2.080 Stunden
  • Das sind 6 Arbeitstage: 6 × 8 Stunden – 48 Stunden
  • Und 25 Urlaubstage: 25 × 8 Stunden. -200 Stunden
  • Die maximale Anzahl der verfügbaren Arbeitsstunden beträgt dann: 1.832 Stunden
  • Nicht jeder kann eine Produktivität von 100% erreichen. Es finden beispielsweise auch Besprechungen statt. Legen Sie daher selbst einen Produktivitätsstandard fest. Zum Beispiel 80%.
  • Die veranschlagte Anzahl an produktiven Stunden beläuft sich somit auf 80% × 1,832 = 1.465,6 Stunden
  • Der veranschlagte Stundensatz beträgt 100 €. x 100 €
  • Der veranschlagte Jahresertrag pro Mitarbeiter: 146.560 €
  • Bei 10% bedeutet dies einen Produktivitätsgewinn von 1.465 € pro Mitarbeiter!

Senkung der Fehlzeiten

20% der krankheitsbedingten Fehlzeiten sind auf ein schlechtes Raumklima zurückzuführen. Eine Senkung der krankheitsbedingten Fehlzeiten wird zu erheblichen Einsparungen führen, wie aus dem Rechenbeispiel hervorgeht.

Rechenbeispiel: Krankheitskosten eines Mitarbeiters

  • Lohnfortzahlung 153,- €
  • Kosten für den Austausch: 146,- €
  • Verlust bei Produktion/Dienstleistung: 43 €
  • Kosten für Arbeitsschutzdienstleistungen: 60 €
  • Betreuung bei Fehlzeiten 7,50 €
  • Gesamtkosten durch Fehlzeiten: 409,50 € pro Tag

Ausgehend von einem durchschnittlichen Jahreseinkommen in den Niederlanden von 36.500 Euro (Zahlen des CPB).

Die Zukunft der Büros

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Büros fast leer. Durch die vorgeschriebene Homeoffice-Phase kann man viele Büros nicht mehr betreten. Derzeit ist noch sehr unklar, wie die Unternehmen mit der Arbeit im Homeoffice umgehen. Dies wird sich zweifellos auf die Büronutzung nach Aufhebung des Lockdowns auswirken. Welche Rolle das Bürogebäude in der Organisation künftig spielen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter auch von der Unternehmenskultur.

In einem Punkt sind sich Gebäudenutzer, Eigentümer und Arbeitgeber einig: Das Bürogebäude muss ‘gesund’ sein. Selbstverständlich muss auch nachgewiesen werden können, dass das Gebäude tatsächlich ‘gesund’ ist.

Daher ist das „Binnenklimaat-Label“ derzeit das einzige Gebäudezertifikat, das erworben werden kann. Ein Zertifikat, das speziell für das Raumklima in Bürogebäuden entwickelt wurde.

 

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